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Garnelenaquarium

Auf was muss ich achten, wenn ich mir ein Garnelenaquarium einrichten möchte? Welcher Filter passt am besten? Welche Garnelenarten kreuzen sich? Diese und ähnliche Fragen stellen sich, wenn man sich mit der Haltung von Zwerggarnelen beschäftigt. In diesem Kapitel findet Ihr die wichtigsten Informationen rund um das Garnelenaquarium.

Zwerggarnelen sind wirbellose Aquarienbewohner, die in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen haben. Angefangen mit den algenfressenden Amanogarnelen (Caridina japonica), welche das Gesellschaftsaquarium bereicherten, haben zwischenzeitlich viele aparte und farbenfrohe Zuchtformen Einzug in die Aquaristik gehalten und eine eigene Fangruppe hervorgerufen.

Zwerggarnelen, welche heute in der Süsswasser Aquaristik gehalten werden, kommen hauptsächlich aus Asien (z.B. China, Vietnam, Hongkong) und leben in fliessenden, teilweise auch stehenden (z.B. Arten aus Sulawesi) Gewässern. Das Wasser ist sehr sauber und sauerstoffreich. Der Boden ist oft mit Falllaub bedeckt.

Das Garnelenaquarium

Bevorzugt werden Zwerggarnelen in reinen Artbecken in Gruppen ab mind. 10 Tieren gehalten. Dadurch entfalten sie ihr natürliches Verhalten und zeigen ihre schönsten Farben. Eine Haltung mit kleinen Fischen (z.B. Perlhuhnbärbling, Minirasbora, o.ä.) ist zwar möglich, durch die agilen Mitbewohner passen die Zwerggarnelen ihr Verhalten aber an und leben zurückgezogener. Dadurch lassen sie sich nicht mehr so gut beobachten.

Das optimale Zwerggarnelenaquarium fasst 30-60 Liter. Kleinere Becken sind möglich, allerdings zeigt die Erfahrung, dass in Kleinbecken das biologische Gleichgewicht oft weniger leicht zu erreichen ist, als in etwas grösseren Becken.

Bodengrund

Als Bodengrund empfehlen sich für die meisten Arten Sand, Quarzkies, Lavasplit, o.ä. Von farbigen Bodengründen raten wir ab. Diese Substrate sind meist von einem Kunststoff ummantelt und künstlich eingefärbt.

Weichwasserarten (z.B. Bienengarnelen) verlangen einen pH-Wert im sauren Bereich (< 7), weshalb gerne auf sogenannte „aktive“ Bodensubstrate zurückgegriffen wird. Verschiedene Produkte wie z.B. Shirakura Red Bee Sand, H.E.L.P. Advanced Soil sind dafür im Handel erhältlich. Denselben Zweck erfüllt auch Akadama, eine gebrannte Tonerde, welche in der Bonsaikultur verwendet wird. Aktive Böden haben allesamt die Eigenschaft, dass sie die im Wasser enthaltenen Härtebildner binden und damit die Härte reduzieren. Gleichzeitig senken sie den pH-Wert und sorgen für ein (leicht) saures Milieu. Dadurch wird verhindert, dass sich im Rahmen der Stickstoffabbauprozesse Ammoniak bildet. Dieses wirkt insbesondere für Bienengarnelen toxisch. Typischerweise werden aktive Bodensubstrate in Verbindung mit einem Bodenfilter betrieben. Dies ist aber kein Muss.

Dabei übernimmt der gesamte Bodengrund die Funktion des Filtersubstrats und sorgt im Vergleich zu klassischen Innenfiltern für ein überdurchschnittliches Filtervolumen.

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