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Vermehrung

Die Vermehrung von Zwerggarnelen ist nicht schwierig, sofern ihnen die richtigen Bedingungen geboten werden und man einige Grundsätze beachtet.

Man unterscheidet bei Zwerggarnelen zwischen 2 Fortpflanzungstypen, dem primitiven und dem spezialisierten. Garnelen des primitiven Fortpflanzungstypen (z.B. Amanogarnele, Nashorngarnele) benötigen während der ersten Phase nach dem Schlüpfen der Larven Brackwasser. Dies im Aquarium nachzubilden ist sehr schwierig, wodurch die Nachzucht nur wenigen Spezialisten gelingt.

Garnelen des spezialisierten Fortpflanzungstypen (z.B. Tigergarnelen, Bienengarnelen, Sakura, etc.) hingegen vermehren sich auch im Süsswasser. Der Zyklus startet mit der Häutung des adulten Weibchens. In dieser Phase gibt dieses chemische Botenstoffe (sog. Pheromone) ins Wasser ab. Die Männchen nehmen diese Duftstoffe wahr und beginnen wie wild im Becken rumzuschwimmen. Dieser Vorgang wird Paarungsschwimmen genannt. Die Männchen haben jetzt nur ein Ziel. Sie müssen das paarungsbereite Weibchen finden und ihr ein Spermapaket übergeben. Ist dies erfolgt, stösst das Weibchen die Eier aus und heftet diese an ihre Schwimmbeinchen (= Pleopoden) an der  Schwanzunterseite. Während diesem Vorgang werden die Eier befruchtet und deren Entwicklung startet. In der Folge trägt das Weibchen die Eier mit sich und sorgt durch periodisches Wedeln mit den Pleopoden für ausreichende Sauerstoffversorgung der heranreifenden Eier. Nach 4-6 Wochen ist es soweit und die fertigen Junggarnelen schlüpfen als ca. 2mm lange „Winzlinge“. Was nun? In einem eingefahrenen mit Moosen bepflanzten Aquarium muss man eigentlich nichts Weiteres tun. Die kleinen finden genügend Futter in Form von Mikroorganismen, Detritus, etc. So wachsen die kleinen Garnelen denn auch recht schnell und häuten sich dazu anfangs in einer hohen Kadenz. Mit zunehmender Grösse verlängern sich die Abstände zwischen den Häutungen. Die Geschlechtsreife erreichen Zwerggarnelen mit 2-4 Monaten.

 

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